Gesundheit
Die Gesundheit unserer Hunde basiert auf mehreren wichtigen Säulen.
Ein wesentlicher Faktor ist selbstverständlich die Genetik, die bereits viele Grundlagen vorgibt.
Australian Labradoodles gelten zwar vergleichsweise gesund, können aber wie alle Hunde genetisch bedingte Erkrankungen wie HD/ED oder Augenleiden entwickeln.
Wir arbeiten daher ausschließlich mit getesteten Linien und zeigen unsere Testergebnisse transparent.
Unsere Hunde müssen vor dem Zuchteinsatz sämtliche Gesundheitstests durchlaufen. Dazu gehören u.a. Röntgenaufnahmen der Hüfte (HD), Ellbogen (ED), Patella (Knie) sowie spezielle Untersuchungen der Augen (ECVO) und einem umfangreichen DNA Test um Erbkrankheiten (z. B. PRA/PRCD, EIC, DM) auszuschließen und einen Überblick über die Farbgenetik zu erhalten.
Diese Ergebnisse werden dokumentiert und dienen u.a. als Voraussetzung für geplante Verpaarungen.
Doch auch wir als Züchter und Halter tragen eine große Verantwortung, die Gesundheit unserer Hunde langfristig zu erhalten und zu fördern.
Dazu zählen unter anderem folgende Punkte:
Ernährung
Unsere Hunde werden gebarft (biologisch artgerechte Rohfütterung).
Dabei legen wir großen Wert auf hochwertige Zutaten.
Wir verwenden Fleisch von Weidetieren und achten darauf, keine Produkte aus Massentierhaltung zu verfüttern.
Unsere BARF-Rationen sind nach dem Beutetierprinzip aufgebaut. Dieses orientiert sich an der natürlichen Zusammensetzung eines Beutetiers und wurde u. a. von Swanie Simon und Nadine Wolf fachlich ausgearbeitet.
Das bedeutet, dass Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Fett sowie pflanzliche Bestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen, um den Hund bedarfsdeckend, ausgewogen und möglichst naturnah zu versorgen.
Im Urlaub oder in Ausnahmefällen greifen wir alternativ auf Trockenbarf oder eine hochwertige Reinfleischdose zurück.
Grundsätzlich halten wir es für wichtig, ein Futter zu wählen, das keine tierischen oder pflanzlichen Nebenprodukte enthält. Hinter diesen Begriffen verbergen sich häufig Schlachtabfälle wie Federn, Hörner, Füße, Klauen oder Hufe – Bestandteile, die unserer Meinung nach nicht in den Napf eines Hundes gehören.
Trockenfutter als alleinige und dauerhafte Fütterung empfehlen wir nicht, da es unserer Ansicht nach den natürlichen Bedürfnissen des Hundes nicht gerecht wird.
Vegane Ernährung ist für uns ein absolutes No-Go.
Der Hund ist ein Fleischfresser (Carnivor) und auf tierische Proteine und Fette angewiesen. Eine vegane Fütterung widerspricht unserer Überzeugung von artgerechter und gesunder Hundeernährung und kommt für unsere Hunde nicht in Frage.
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich mehr Hundemenschen mit dem Thema Barfen auseinandersetzen.
Es gibt hierzu sehr gute Fachliteratur und informative Webseiten mit detaillierten Anleitungen. Gerne stehen wir unterstützend zur Seite und helfen bei der Erstellung eines individuellen Futterplans.
Impfungen
Wir sind keine Impfgegner, sondern verstehen uns als Impfkritiker. Das bedeutet: Wir impfen gezielt und sinnvoll – nicht alles, was möglich ist, und nicht routinemäßig jährlich.
Die Tollwutimpfung erfolgt bei uns alle drei Jahre und nur dann, wenn Reisen ins Ausland geplant sind.
Die SHP-Impfung (Staupe, Hepatitis, Parvovirose) hält nachweislich länger als drei Jahre, sofern die Grundimmunisierung im Welpenalter erfolgreich war.
Unsere Hunde sind gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Tollwut geimpft.
Vor jeder Nachimpfung lassen wir grundsätzlich den Antikörpertiter bestimmen und impfen ausschließlich dann, wenn tatsächlich ein Bedarf besteht.
Parasitenmanagement
Unsere Hunde erhalten keine prophylaktische chemische Wurmkur sowie keine chemischen Zecken- oder Flohmittel.
Stattdessen lassen wir 3–4 Mal jährlich Kotproben im Labor (Uniklinik Gießen) untersuchen. Bisher waren alle Ergebnisse ohne Befund.
Zusätzlich geben wir 1–2 Mal pro Jahr eine natürliche, auf Kräutern basierende Wurmkur und füttern regelmäßig wurmwidrige Nahrungsmittel.
Eine hochwertige, artgerechte Ernährung stärkt das Immunsystem, unterstützt eine gesunde Darmflora und trägt wesentlich zur Parasitenabwehr bei.
Dauerhafte chemische Behandlungen können hingegen langfristig die Darmflora schädigen und das Immunsystem belasten.
Wichtig zu wissen:
Eine chemische Wurmkur wirkt nicht vorbeugend, sondern tötet ausschließlich bereits vorhandene Würmer ab. Hat der Hund keinen Wurmbefall, bringt eine chemische Wurmkur keinen Nutzen.
Auch unsere Welpen erhalten keine chemischen Wurmkuren. Während der Aufzucht lassen wir den Kot regelmäßig untersuchen und handeln ausschließlich bei einem tatsächlichen Befall gezielt und verantwortungsvoll.
Zur Vorbeugung gegen Zecken und Flöhe werden unsere Hunde vor den Spaziergängen mit pflanzlichen Mitteln besprüht.
Einmal monatlich werden sie zudem mit verdünntem Apfelessig gebadet, was das Hautmilieu unterstützt und für Parasiten unattraktiv macht.
Dank der regelmäßigen und gründlichen Fellpflege würden unerwünschte „Besucher“ schnell auffallen und können dann gezielt und situationsabhängig behandelt werden.